Am letzten Samstag waren alle 50 Mitfahrerinnen und Mitfahrer rechtzeitig am Treffpunkt, so dass der Bus pünktlich Richtung Pfalz losfahren konnte. Ein paar Regentropfen kurz vor der Rheinbrücke ließen uns nicht verdrießen, denn es war klar: Wenn Engel reisen, lacht der Himmel. Und so war es dann auch trocken und sonnig, kaum dass wir das benachbarte Bundesland erreicht hatten.
In Rhodt unter Rietburg angekommen, musste unser Bus vor dem Ort parken, aber nach einem kurzen Fußweg trafen wir am Dorfplatz ein, wo wir zu unserem traditionellen Brezelfrühstück dieses Mal nicht mitgebrachten Sekt, sondern Secco vom Weingut Anlag Nichterlein kredenzt bekamen.
Katrin Schilling vom Weingut begrüßte uns, nannte das geplante Programm und stellte uns den Ortsführer vor, der uns, nachdem der Secco „all war“ mit auf die Runde durch Rhodt nahm.
Wir landeten bald auf dem ältesten Weinberg der Welt. Nein, der stammt nicht aus der Römerzeit, aber ein Teil der Gewürztraminer Rebstöcke sitzt inzwischen seit nunmehr über 400 Jahren in der Erde und es wird noch jährlich geerntet und eine limitierte Auflage abgefüllt.
Anschließend ging es durch den Ort auf der Theresienstraße Richtung westlichem Ortsausgang. Von dort aus sah man sehr gut sowohl die Rietburg als auch die Villa Ludwigshöhe, die Sommerresidenz des bayerischen Königs Ludwig I. und seiner Gattin Therese. Wir erfuhren viel über die sehr wechselvolle Geschichte von Rhodt. Auf Schleichwegen ging es zurück ins Ortszentrum, wo das Mittagessen im „Weinsticher“ auf uns wartete. Es gab pfälzische Spezialitäten und jeder fand etwas gegen Hunger und Durst.
Im Anschluss an das Mittagessen marschierten wir dann zum Weingut Anlag Nichterlein, wo die eine Gruppe zunächst den Weinkeller besichtigte, während die andere Gruppe den Weinberg erklärt bekam und anders herum. Jede Gruppe konnte dabei verschiedene Weine testen. Nachdem die Führung vorbei war, gab es Gelegenheit, sich auch mit den jeweils bevorzugten Weinsorten einzudecken.
Während wir zu Fuß zum Bus zurückkehrten und einige auf dem Weg noch ein Eis verzehrten, wurden die Weinkartons mit Riesling, Scheurebe oder Gewürztraminer von Katrin Schilling mit dem Auto zum Bus gebracht. Nachdem alles verstaut war, konnten wir die Rückfahrt planmäßig antreten und erreichten die Heimat wie vorgesehen kurz vor 18 Uhr.
Es war ein toller Ausflug, der allen viel Spaß gemacht hat. Vielen Dank an Katrin Schilling und die Mitarbeiter der Anlag und vom Weinsticher! Wir freuen uns schon auf den Ausflug im kommenden Jahr.
